Knorpelschaden im Knie

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Knorpelschaden im Knie

Der Knorpel überzieht die am Bewegungsvorgang beteiligten Knochen an deren Enden und hat ähnlich wie die Luft im Reifen eine Pufferfunktion. Ist der Knorpel abgerieben oder die Luft raus kommt man buchstäblich auf der Felge daher und es treten Bewegungs- und Belastungsschmerzen sowie Schwellungen auf. Insbesondere ein unbehandelter Knorpelschaden im Knie kann schwerwiegende Folgen für das betroffene Gelenk haben.

Was sind Ursachen für einen Knorpelschaden?

Häufige Ursache für einen Knorpelschaden im Knie ist eine starke Fehlbelastung des Gelenkes, wie sie bei Sportverletzungen oder nach Unfällen (Verdrehung des Kniegelenkes) vorkommen.

 

Weitere Ursachen können sein:

  • Beinachsenfehlstellung (X-Bein oder O-Bein)
  • Langjährige Überlastung berufsbedingt oder durch Übergewicht
  • Altersbedingter Verschleiß der Knorpeloberfläche (Arthrose)

Was sind typische Symptome?

Ein entstehender Knorpelschaden im Knie bleibt häufig zunächst unbemerkt.

Grund: Das Knorpelgewebe besitzt keine Nervenbahnen. Eine Früherkennung gestaltet sich daher oft schwierig. Erst im weiteren Verlauf kommt es schließlich zu typischen Symptomen wie:

 

  • Knirsch- oder Knackgeräusche im Knie
  • Knieschmerzen
  • Beeinträchtigung der Beweglichkeit
  • Schwellungen

Das Ausmaß der Beschwerden hängt dabei von der Größe und Tiefe des Knorpeldefekts ab.

Wie wird ein Knorpelschaden diagnostiziert?

Besteht nach Anamnese und körperlicher Untersuchung der Verdacht eines Knorpelschadens ist die MRT-Untersuchung der Goldstandart zur weiteren Diagnostik. Mit ihr können exakt Tiefe und Ausdehnung des Schadens festgestellt und in das jeweilige Stadium eingeteilt werden:

Stadium I: weicher Knorpel

Stadium II: raue Oberfläche mit ersten Rissen

Stadium III: tiefe Risse bis zum Knochen

Stadium IV: vollständiger Verbrauch des Knorpels mit frei liegendem Knochen

Wie wird ein Knorpelschaden im Knie behandelt?

In den meisten Fällen können Schäden am Knorpel konservativ behandelt werden. In der Orthopädie-Grafing erstellen wir Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept als Basis der Therapie. Dieses kann aus Sport- und Ernährungsberatung, Krankengymnastik, Einlagenversorgung, Bandagen, Schienen und Akupunktur bestehen. Zusätzlich empfehlen wir lokal eine knorpelschützende und entzündungshemmende Therapie:

Hyaluronsäure

Durch das Einbringen von Hyaluronsäure in das Gelenk lässt sich nicht nur die Schmierung des defekten Kniegelenks vorübergehend verbessern sondern auch die Widerstandsfähigkeit des Knorpels erhöhen. Als natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit dient das Hyaluron als Nährstoff für den Knorpel und stimuliert die körpereigene Hyaluronproduktion. Nach drei bis fünf Sitzungen ist bereits eine deutliche Verbesserung spürbar. Die Entzündung im Gelenk reduziert sich in der Regel erheblich, und die vorhandenen Schmerzen nehmen ab. Um den Effekt aufrechtzuerhalten, ist nach sechs Monaten eine Auffrischungsbehandlung nötig.

PRP

Bei fortgeschrittenen Knorpelschäden ab Stadium III mit Reizung des Knochens ist die PRP-Therapie (Plättchenreiches Plasma) erfolgsversprechend. Hierfür wird körpereigenes Blut, das dem Patienten zuvor abgenommen wurde, nach der Aufbereitung in einer Zentrifuge ebenfalls direkt in das betroffene Gelenk injiziert. Reich an wachstumsfördernden, entzündungshemmenden Stoffen fördert PRP die Regeneration und der Heilungsprozess wird ebenfalls beschleunigt. Eine deutliche Beschwerdelinderung ist in der Regel spätestens nach drei Behandlungen zu erwarten.

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